Das Segway-Polo- der neue Sport auf dem kleinen Elektroroller

Wenn man von Polo spricht kreisen die meisten Gedanken um den englischen Hochadel und edle Pferde. Die neueste Variante das Segway Polo sieht aber ein wenig anders aus. Dieser Sportart kann jedermann nachgehen, der sich ein Segway kauft und es auch fahren kann. In Deutschland gibt es zwei bekanntere Teams.

-Die Duisburg Golden Knights

-Die Funke –Move-Turtles

Der größte Vorteil beim Segway –Polo ist sicherlich der Kostenfaktor. Denn man muss sich kein Pferd kaufen, das man unterbringen, pflegen und füttern muss.

Beim Segway-Polo besteht die Spielzeit aus viermal acht Minuten. In dieser Zeit müssen die Mannschaften von je 5 Personen versuchen, den Ball mit Hilfe von Schlägern ins Tor der Gegenseite zu bekommen. Eindeutig unterscheidet sich das Segway auch in der Handhabung von Pferden. Hier kann man Geschwindigkeiten bis zu 20 km/ erreichen und mehr Manöver und Taktiken ausführen. Die Schläger können ebenfalls aus den unterschiedlichsten Materialien bestehen, wie Kohlefaser oder Bambus.

Das Silicon Valley als Mitbegründer des Segway-Polo

Bereits im Jahr 2002 wurde im Silicon Valley, in den USA, das Segway-Polo Spiel erfunden. Die Hightechnerds sagen von sich, dass hier erstmalig durch zwei Mitarbeiter von Apple, das Segway-Polo gespielt worden ist. Deshalb ist es auch naheliegend, dass der Apple Mitbegründer Steve Wozniak zu den aktiven Spielern im Segway –Polo gehört. Das geht sogar so weit, dass der „Woz-Cup“ nach im benannt worden ist. Ganz offiziell wurde die erste Weltmeisterschaft in der neuen Sportart aber erst im Jahr 2005 durchgeführt.

Das Treffen von Steve Wozniak

Der Duisburger Engelhardt reiste im Jahr 2008 nach Indianapolis um mit seiner Mannschaft den“ Funke –Move-Turtles“ an den Weltmeisterschaften teilzunehmen. Zugleich wollte er erreichen, dass die Segway Meisterschaften auch in Deutschland ausgetragen werden konnten. Sein Team konnte zwar nur den dritten Platz erzielen, aber er war begeistert davon mit Steve Wozniak einen Trinken gehen zu dürfen. Dieses Erlebnis vergesse man sicher niemals.

was ist segway polo?

Wenige Teams für einen neuen Sport

Wie bei vielen anderen Sportarten auch, braucht der Segway –Polo dennoch etwas Zeit um sich etablieren zu können. Bisher gibt es nur wenige Teams, was das Üben mit gegnerischen Mannschaften auch ein wenig erschweren kann. Neue Spieler sind immer gerne willkommen. Nun werden vom 17.-19 August dann die Weltmeisterschaften im Kölner Sportpark Müngersdorf durchgeführt.

Das Segway als teuerer Spaß

Obwohl ein Segway durchaus günstiger im Einkauf und Unterhalt ist, als ein Pferd, so hat es dennoch seinen Preis. Für ein gutes Segway muss man schon mit 7.500 Euro rechnen, was ein Grund dafür sein kann, das noch so wenige Menschen diesen Sport ausüben. Zusätzlich gibt es bei dieser Sportart nur wenige Sponsoren zur Unterstützung. Engelhardt gab außerdem zu bedenken, dass zum Betrieb eines Segway auch eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden muss

Das Segway als Alternative zum KFZ

Viele Segway Fahrer sind nun aber davon überzeugt, dass es sich durchaus als echte Alternative zum KFZ einsetzen lässt. Denn nur eine Akkuladung ermöglichte eine Fahrt von 38 Kilometern. Betrachtet man die Strompreise, dann kann mit nur einem Euro ganze 200 km weit fahren. Damit kann man das Segway vor allem dann gut nutzen, wenn die Wege zur Arbeit oder zum Einkaufen nicht allzu weit sind.

Was ist Segway Polo?

Im Jahr 2004 wurde die Idee geboren, dass man anstatt mit Pferden auf dem Segway Polo spielt. Vorreiter an dieser Stelle waren die USA .Seit dieser Zeit konnte das Segway Polo seine Beliebtheit enorm steigern und immer mehr Anhänger finden. So kommt es dazu, dass nun die neunte Segway-Polo Weltmeisterschaft in Köln stattfand, bei welcher dann Rheinexklusiv dabei war.

Zunächst einmal könnte man das Segway –Polo schon als eine recht ungewöhnliche Sportart bezeichnen. Obwohl sie nicht überall bekannt ist, so ist es irgendwie zur „großen Schwester des Pferdepolo“ geworden. Zur Beliebtheit dieser Sportart äußerte sich der WM –Organisator Olaf Funke, welcher selbst auch zu den aktiven Spielern gehört wie folgt: „Segway-Polo ist etwas Neues und Ungewöhnliches. Besonders faszinierend ist für mich der enge Kampf um den Ball und zu sehen, dass man mit diesen Geräten, die man sonst vielleicht nur von Stadtführungen kennt, wirklich sportlich unterwegs sein kann.“

Besucher welche nun die Ostkampfbahn in Köln aufgesucht haben, konnten sich von diesen Tatsachen live überzeugen. In der Tat dauerten die Weltmeisterschaften 4 Tage an. Es kamen Teams aus der ganzen Welt um Ihr Können zu präsentieren und miteinander um Siege zu kämpfen. Direkt vor Ort befand sich auch Steve Wozniak. Dieser gehört zu den Mitbegründern von Apple und ist bekennender Segway-Polo-Spieler. So kam es auch dazu, dass sein Namen für den Titel „Woz Challenge Cup“ verantwortlich ist.

Betrachtet man nun die schnell steigende Beliebtheit, so kann es einen doch ein wenig wundern, das es dennoch bis 2007 dauerte, bis das Segway-Polo auch seinen Weg nach Europa finden konnte. Denn in Neuseeland wurden die ersten Weltmeisterschaften schon im Jahr 2006 ausgetragen. Mitbegründer dieser Entwicklung war Herr Funke. Er selbst als begeisterter Segway-Fahrer wollte neue Wege finden um sich aktiv mit dem Gefährt befassen zu können. Als er sich im Internet genauer informieren wollte traf er auf die neue Sportart das Segway Polo. Um seine erste Mannschaft in Europa zu gründen, konnte er einige Mitstreiter von dieser Idee begeistern. Allerdings ging der neue Sport nicht ganz reibungslos vonstatten. Denn es fehlten noch die richtigen Schläger. Da der Segway-Fahrer sich mehr in Bodennähe befindet, als der Polo-Spieler auf dem Pferd, mussten die Schläger kürzer sein. Zur Umsetzung testete man das stückweise aus, bis man genau die richtige Ausrüstung ermitteln konnte. Das Segway-Polo-Spiel in Europa konnte starten.

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Die Mannschaft nennt sich noch bis heute „Funke-Move-Turtles. Sie konnte auch bereits einige namenhafte Erfolge erzielen. Dazu gehört auch die Teilnahme an der dritten Weltmeisterschaft im Jahr 2008 in Indianapolis. Nachdem die Mannschaft daran teilgenommen hatte, wollte Funke das Segway-Polo auch in Deutschland etablieren. Den Regeln entsprechend durfte der amtierende Weltmeisterschaft das Spiel immer in sein Land holen. Dennoch wurde es möglich gemacht im Jahr 2009 das Turnier in Köln abhalten zu können.

Das gab dem Segway-Polo einen zusätzlichen Aufschwung. Denn es meldeten sich nun auch Spieler aus Österreich und Schweden, welche dieser neuen Sportart aktiv nachgehen wollten. Zum jetzigen Zeitpunkt sind auf der gesamten Welt 28 Mannschaften vertreten. Davon existieren alleine neun nur in Deutschland. Als die WM in Köln stattfand, nahmen 19 Mannschaften aus aller Welt teil. Auch Funkes Mannschaft war dabei, musste aber mit dem sechsten Platz vorlieb nehmen.

Wer sich das „echte“ Polo ansieht, weiß das gerade die Pferde einen großen Teil der Faszination ausmachen. Man erreicht hierbei keine Geschwindigkeiten, wie es beim Segway-Polo der Fall ist. Dafür sind die Segway zusätzlich wendiger, was die Umsetzung von mehr Spielzügen möglich macht. Das Segway-Polo Spiel besteht aus vier mal acht Minuten Spielzeit, in denen das Match ausgetragen wird. Natürlich wurden als Bezug zum normalen Polo auch viele Regeln aus dem Pferdepolo übernommen. Einige der Regeln mussten jedoch ein wenig an die Gefährte angepasst werden. Das Segway hat dabei den Vorteil, dass seine Akkuleistung für ganze zwei Spiele ausreichend ist. An den Segway selbst, dürfen aber keinerlei Veränderungen vorgenommen werden. Hier entsteht nun ein weiterer Vorteil, denn das Segway Polo zu spielen ist deutlich günstiger, als das Pferde-Polo, bei dem die Tiere noch erworben und unterhalten werden müssen.

Nachdem nun die erste Weltmeisterschaft in Köln stattfinden konnte, hat Funke für sich beschlossen etwas mehr in den Hintergrund zu treten. Er äußerte, dass er bereits 80 Prozent der großen Turniere mit organisiert habe und das Köln als Abschluss zu sehen sei. Dennoch möchte er aktiver Spieler bleiben und gerne auch an der nächsten WM teilnehmen.

Eigentlich handelt es sich bei dem Segway-Polo um einen reinen Mannschaftsport. Dabei fahren die Spieler auf ihren Segway um den Ball. Sie versuchen diesen mit Hilfe von Schlägern in das gegnerische Tor zu bringen. Eine Mannschaft besteht aus 5 Spielern. Natürlich gehört auch etwas Übung hierzu, was vor allem die Handhabung der Segways selbst betrifft.